1. Kritik/Review: Working on a dream: Das neue „Born to run“ ?

Working on a dream: Das neue „Born to run“ ? ©

von Steven (German Tramps)

Front Cover

Der Rolling Stone gab 5 von 5 Sternen. Er verglich es mit dem Album „Born to Run“.

29 Jahre liegen zwischen beiden Alben. Born to Run hatte „Thunder Road“, „Backstreets“, „Born to run“ und „Jungleland“. Können die Songs des neuen Albums wirklich mit den Songs von „Born to Run“ mithalten ? Es ist sehr sehr schwer das neue Album mit „Born to Run“ zu vergleichen. Ein Album, dass in jeder „Besten Alben“ Liste in der Top Ten zu finden ist.

Oder müssen wir „Working on a dream“ nicht eher als Nachfolger von Magic sehen oder vielmehr als Magic Part 2 ? „Working on a dream“ entstand während der Tour 2007/2008 und enthält auch einige Songs aus der Magic Sessions. Wie es Bruce Springsteen schon berichtete:

“Gegen Ende der Aufnahmen zu ‘Magic’ war ich so begeistert von der Rückkehr zur “Pop-Produktion”, dass ich einfach weiter Songs schrieb. Als mein Freund, Produzent Brendan O’Brien, die neuen Lieder hörte, sagte er “Lass uns weitermachen”. Und genau das taten wir dann auch“….. (Bruce Springsteen)

Track by Track


1. Outlaw Pete

Song Nr. 1 schlägt ein wie eine Bombe ! Der Song wurde vom Roling Stone mit „Jungleland“ verglichen. Ich finde es schwer ihn mit Jungleland zu vergleichen. Beim ersten mal hören dachte ich, was die Thematik betrifft, an das Album „Nebraska“. Und der Sound errinert sehr an Songs/Quttakes der Alben „Darkness on the Edge of down“ oder „The River“.

Die Mundermonika erinnert mich an „Das Lied vom Tod“ und es wird gezielt immer wieder in eine andere Richtungen gelenkt. Mit 8 Minuten, der längste und vielleicht beste Song auf dem Album.

2. My Lucky Day

„My Lucky Day“ war die zweite „Radioauskopplung“. Ein richtiger gutelaune Song. Er folgt auf Outlaw Pete und gibt ein schnelles Tempo an.

3. Working On a Dream

Danach folgt Working on a dream, der Titeltrack. Für mich einer der besten Songs des Albums, der sogar meiner Schwester gefällt. Nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Die Thematik in dem Song ist wunderschön. Wer arbeitet nicht an einem seiner Träume ?

4. Queen of the Supermarket

Jetzt wird es etwas langsamer. Aber es bleibt nicht lange so langsam. Wunderschöne „Chor“ und wirklich Klasse Instrumentierung. Auch am Ende der Sound des Barcodescanner, sehr schön.

5. What Love Can Do

Guter Song, aber leider nicht mehr, eher sogar mittelmäßig.

6. This Life

Schlechtester Song auf dem Album. Die Stimme von Bruce ist zu leise, d.h. die Instrumentierung übertönt diese. Auch deshalb ist es der am schlechtesten abgemichte Song des Albums. Kein Rocksong eher Pop, gerade wegen dem „Gesang“ am Ende. Erinnert etwas an die Beach Boys.

7. Good Eye
„Reason to Belive“ trifft den Jersey Devil und good old Rock n’ Roll. Wird nicht jedem gefallen, aber ich mag diesen Song sehr. Dieser Song trägt dazu bei, dass das Album sehr Abwechslungsreich ist. Mit 2:14 Minuten, der kürzeste Song.

8. Tomorrow Never Knows
Ein Country Song par Excellence, wieder ein Stilwechsel. Ein Ohrwurm, der als Single ausgekoppelt werden müsste. Könnte zum Track des Albums werden.

9. Life Itself

Life Itself hebt sich etwas ab. Wieder eine Stilwechsel auf dem Album. Guter Song.

10. Kingdom of Days

Nicht besonderes, aber guter durchschnittlicher Song.

11. Surprise, Surprise

Überraschung ! Schon irgendwie. Eine schöne Nummer, sehr poplastig. Könnte einer dieser Songs werden, der von vielen geliebt wird und von anderen eben nicht J . Das selbe passierte schon mit „Girls in the summer clothes“. Aber bei jedem Konzert 2007/2008 sang jeder lauthals mit. Patti ist gegen Ende ganz kurz zu hören.

12. The Last Carnival

Ein trauriger und zugleich schöner Song.

Das Video zeigt Danny und berührt einen sehr. Falls dies das letzte Album bzw. die letzte Tour der E-Street Band wäre/ist, wäre/ist dieser Song ein würdiger Abschluss.

Bonus track:
13. The Wrestler

Er hatte alle Preise gewonnen, leider wurde er für den Oscar nicht nominiert. Ein Klasse Song, der auf das „Devils and Dust“-Album gepasst hätte.

DVD

Die DVD enthält Ausschnitte aus den Studio Sessions. Zu einigen Songs wurden aus diesen Ausschnitten Videos zusammengeschnitten. Man bekommt Zwischendurch immer wieder Einblicke in die Studioarbeit. Das Bild und der Sound gehen hierbei in Ordnung. Schade nur das bei den „Videos“, der Ton genommen wurde der Version, die auf dem Album gelandet war. Des Weiteren enthält die DVD „Night with the Jersey Devil“. Aber sie fällt etwas kurz aus. Man hätte ruhig zu jedem Song des Albums ein Video schneiden können. Ich hätte mir auch noch Interviews mit Bruce und co. gewünscht.

Fazit

Das Album mit Born to run zu vergleichen finde ich zu übertrieben. Es ist ein gutes Album, aber nicht besser wie die beiden Vorgänger Alben mit der E-Street Band, Magic oder The Rising. Nur ist der Abstand nicht sehr groß, wahrscheinlich nur ein tausendstel 😉 . Alleine im Design wurden die beiden Alben geschlagen. Die Aufmachung der limitierten Ausgabe mit DVD ist wunderschön. Nur eine Bitte, das nächste mal in Trays, dann verkratzen auch nicht die CD bzw. DVD beim herausholen. Das Album läuft mit Bonus Track etwas mehr als 51 Minuten, also hätte der „Jersey Devil“ auch noch als Bonus Track drauf gepasst. Und die DVD ist mit etwas mehr als 40 Minuten, auch nicht gerade lang.

Meine Highlights des Albums sind „Outlaw Pete“, „Working On a Dream“, „Queen of the Supermarket“, „Good Eye“, „Tomorrow Never Knows“ und „The Last Carnival“ (vielleicht auch „Suprise Suprise“). Der schlechteste Song meiner Meinung ist „This Life“.

Was mich an dem deutschen Album Cover stört ist der FSK 0 Aufdruck, leider kein Aufkleber (siehe Bild oben).

2 Kommentare

  1. Ich habe jetzt mal den Anfang gemacht. Aber bitte sendet uns eure Meinungen zum neuen Album. Ihr seid frei in der Gestalltung. Es können auch nur ein paar Sätze sein. Wir veröffentlichen es sehr gerne auf unserer Seite. Wir sind eine Plattform für alles Tramps.

    Einfach E-Mail an : GermanTramps@live.de

    Viele Grüße
    Steven

  2. Ich kann mich der allgemeinen Begeisterung nicht anschließen, auch auf die Gefahr hin, hier auf starke Kritik zu treffen, aber Musik ist eben Geschmackssache. Was mich an dem Album stört ist dieser für meinen Geschmack zu aufgeblähte Popsound, die String-Arrangements klingen teilweise schon kitschig (Beispiele hiefür: This life, Kingdom of days, Queen of the …). Auch Stücke wie „Surprise, Surprise“ oder „Tomorrow never knows“ können mich nicht überzeugen und werden schon beim zweiten Anhören langweilig. Aber zum Positiven: Es gibt auch wirklich klasse Stücke wie „Outlaw Pete“, My lucky day, WOAD, auch „What love can do“ gefällt mir gut und „Good Eye“, wobie diesem Stück eine Produktion à la „A night with the J D“ gut getan hätte; der wie gesampelt klingende Chor erinnert mich doch stark an Otis Taylor und passt für meinen Geschmack nicht so richtig. Dann kommt lange Zeit nichts und das Album findet mit „The last Carnival“ und „The Wrestler“ einen klasse Abschluss. Aber sechs Ausfälle (für meinen Geschmack) sind einfach zu viel, um es als gutes Album zu bezeichnen. Den Vergleich mit „Born tu run“ finde ich persönlich sogar lächerlich und auch neuere Werke wie „The Rising“ gefallen mir einfach viel besser. Mein Fazit:
    Ein mäßiges Album mit durchaus tollen Einzelstücken, die sich wahrscheinlich auch live auf Dauer durchsetzen werden. Der Kritik vieler Fans, Bruce sei in einer Schaffenskrise kann ich mich jedoch nicht anschließen. Im Gegenteil, ich finde, er ist sogar sehr kreativ, trifft aber halt nicht den Geschmack eines jeden Fans, aber muss er das?


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