Konzertbericht: Landgraaf, Holland 2009 von Angelika

Konzertbericht: Landgraaf, Holland

Einfach mal dem Alltag entfliehen, was Verrücktes tun, am besten gleich und sofort!

Das war der Gedanke, der maggie und mich ganz kurzfristig bewogen hat, mal eben nach Landgraaf in Holland zu fahren und uns mal so außer der reihe Bruce auf einem Festival anzusehen.

An dieser Stelle danken wir unserem netten Fahrer, der dadurch allerdings das unvergessliche Erlebnis seines ersten Konzertes von Bruce feiern konnte!

Wovon das Herz voll ist, davon fließt der Mund über!!

Landgraaf ist bestimmt an 362 Tagen im Jahr ein beschauliches Städtchen in Südholland, aber am Pfingstwochenende verändert der Ort jedes Jahr sein Gesicht.

Ein wunderschön gelegenes festivalgelände, bevölkert mit Massen fröhlicher Konzertbesucher jeden Alters, die ihre Art von Musik alle mit der gleichen Begeisterung gehört haben oder hören wollen.

Unter strahend blauem Himmel haben wir uns schon um 5 einen Platz ganz vorne an der Bühne des hauptzeltes gesucht und uns nach und nach in die unglaubliche zweite und dritte reihe links vorgearbeitet, die alten harten Fans, die standen da schon lange vor uns.

Aber wir haben es geschafft, nie zuvor waren wir soweit vorne am Ort des geschehens, jede flüssigkeitszufuhr hätte uns zum Verlassen des erkämpften platzes gezwungen und so sind wir dann eben langsam ausgetrocknet.

erst lief auf der Hauptbühne ein Konzert der “Killers” frenetisch bejubelt von den jüngeren Konzertgästen, die machen im Schnitt einen gepflegten Punkrock, mir Ausflügen in die Balladen, leider völlig hingerichtet durch die Mannschaft am Mischpult, die nur die Bassregler finden konnte. trotzdem okay, obwohl mir ja beim gekreische der Fans fast das Trommelfell platzte, das haben noch nicht einmal die übersteuerten Bässe geschafft!!!

Aber dann, endlich, wurde die Bühne umgebaut und es wuchs, unfassbar, ein Podest für bruce keine 5 m vor uns aus dem Bühnenboden.

Waiting is the hardest part!!!!

Um zwanzig nach 8 kamen sie dann, vorher durch Gesänge und Gejubel mehrmals lautstark herbeigesehnt, sie kamen auf die Bühne und Badlands, tausendmal gehört, brandete aus den lautsprechern und umgehend verfiel das unermessliche große Publikum in eine lang anhaltende trance!!!!

ich bin ein recht erfahrener Konzertgänger, ich lebe von Musik, wie andere leute von Brot, aber es gibt nichts, wirklich nichts, was mit einem Konzert von Bruce zu vergleichen ist!

Oder sagen wir es so, seit der geburt meiner Kinder und der freude, die ich an ihrer entwicklung zu erwachsenen gehabt habe und noch habe, ein schlicht und einfach untoppbares Erlebnis im menschlichen leben, gibt es nichts mehr, was mich dermaßen umhaut, wie konzerte mit bruce.

ich kann jeden, wirklich jeden Fan verstehen, der Bruce auf seinen konzerten hinterherreist, und würde es mit sicherheit genauso machen, wenn ich die Möglichkeit hätte!!

Die Setlist des Konzertes ist ja schon auf der Seite und ich möchte einfach die Eindrücke beschreiben, die mir von den mich am meiten beeindruckenden Songs gebllieben sind, wiedergeben.

Outlaw Pete, Gut 8 minuten outdoor Kino, ein Musikfilm, ich kenne nun den text, aber der wirkung kann sich auch niemand entziehen, auch ohne Sprachkenntnisse, der film läuft:

I’m outlaw pete, can you hear me, can YOU HEAR ME!!!!

Wir haben ihn gehört, Botschaft angekommen!

Working on a dream:

Bruce ganzes leben war ein Arbeiten an einem Traum, der oft ganz weit in die Ferne gerückt war, aber der manchmal, doch wahr wird,- für ihn wie für uns alle,
wir hatten unseren Traum, gestern waren wir ganz nahe dran!!!

Maggie hat geagt: Das war ja gar keine “Working on a dream Tour”!

War es wohl!

Es war eine Tour, wo einer davon singt, dass er sein ganzes leben an einem Traum gearbeitet hat, der tourname steht nicht für das Album, der steht für ein ganzes leben, you know what I mean, wir alle arbeiten an einem Traum!

Die rede ans Publikaum, in der mitte dieses songs, das erste mal habe ich jedes Wort verstanden: We build on a house of joy tonight, on a house of fun, tonight, together!!!

Wir haben an dem Abend alle an dem House of Joy mitgearbeitet, Band wie Publikum.

The Ghost of Tom joad, ein sperriges Stück, gestern war rock angesagt, also die rockige Verison mit einem unglaublichen Nils Lofgren an der gitarre

Der ist völlig über sich hinausgewachsen, der ist ein klasse – Gitarist, stand aber immer im schatten von Steve, na, das wurde hier völlig umgekehrt!!!

Und der 18 jährige jay Weinberg, der hatte wohl keinen Schnuller als baby, sonder Sticks, 2, 45 Stunden Show, gespielt cool wie ein Alter, Duette mit Bruce, meinen Augen konnte ich nicht trauen, meinen ohren schon gar nicht!

Und dann der unglaubliche moment, in dem Bruce die signs eingesammelt hat, keine 3 m vor unseren Augen, maggie wird sich wohl nie wieder waschen!!!

Das Schild “For small things” wurde in unseren reihen hochgehalten und war sehr liebevoll gestaltet, und so hat es sich bruce dann geholt und war uns so nahe, wie nie zuvor!

Worte fehlen um den Moment zu beschreiben, einmal in diese braunen Augen zu sehen, die die Welt in all ihren Abgründen gesehen hat und die doch so lachen können, als würden alle Tage von so einer strahlenden Sonne beschienen werden, wie sie gestern über landgraaf strahlte!

Und dann I’ m on fire!!

Ein einsamer Stuhl an der Hauptrampe der Bühne, in Greifnähe der Zuschauer, Bruce sitzend, Hand in Hand mit den nächsten fans; I’m on fire.

Jo, der war on fire mit seinem Publikum und zu keinem anderen Moment hat man sich so sehr als teil einer gemeinschaft gefühlt wie in dieser sequenz, kamera auf Bruce’ Gesicht, ich würde viel drum geben, das Bild wirklich auf celluloid gebannt zu haben, so bleibt es ewig ein betandteil meines kopfkinos.

I’m on fire!!!!

Das waren, zugegeben meine sehr persönlichen highlights der Show, lassen wir andere noch sprechen, denn jeder hat andere Eindrücke und Higlights.

Waiting on a sunny day und das kleine mädchen, was den text fehlerfrei mitgesungen hat.

Promised land, eins von den Songs, die ich eh 10 x die Woche brauche…
” Sometimes I feel so weak I just want to explode
Take a knife and cut this pain from my heart”

Und Clarence, der mit einem Krückstock, aber zugegebenermaßen enorm stilvoll mit einem ja “Rapper -ähnlichen” Kostüm die Bühne betreten hat und Bruce, der ihm dann in einer geste echter freundschaft von der bühne geholfen hat, ich denke, mit allertiefstem bedauern, dass das wohl seine letzte Tour ist: “If I fall behind the trees, wait for me ,
I wait for you!”

Nun haben wir noch frankfurt!!!

Auf nach Frankfurt!!!

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