Die Nachlese zu Prag 2012 von Petra Becker

Mittwoch, 11,07.2012 – 03.00 Uhr morgens – der Wecker klingelt und ich bin mit einem Satz und dem dazugehörigen Lächeln aus dem Bett gesprungen (das Gleiche hatte ich um 2.15 Uhr auch schon mal, dachte ich hätte verschlafen) und ab geht`s unter die Dusche, etwas „Aufbretzeln“ und dann mit meiner Freundin in Richtung Flughafen Düsseldorf. Im Auto gleich zum richtig wach werden das Wreckingball-Album etwas lauter!!!

Bruce wir kommen….. 7.50 Uhr mit der LH 3050 nach Prag, (alles nur Schlipsträger und wir 2 Bruce-Touristen) um 8.00 Uhr bei bestem Wetter gelandet und ab ins Clarion Congress Hotel. Tolles Hotel – beim Einchecken nach den Konzert-Tickets gefragt und leider die Auskunft bekommen, dass sie noch nicht da sind, sollen zwischen 10.00 h und 18.00 h kommen. Werden von der Ticket-Firma direkt ausgegeben. Da bin ich ganz schön nervös geworden. Jetzt sind wir in Prag und keine Tickets hier…! Na ja, erst mal zum Frühstück und dann schauen. Ja, super! Wir kommen in die Empfangshalle und 2 junge Damen und ein Herr im dunklen Anzug bauen ein Tisch auf und – packen die Tickets aus!!!! Wir hatten Glück und waren die Ersten. Da wir übers Reisebüro nur Gold-Karten buchen konnten, fragte ich sofort, ob noch eine Möglichkeit zum Umtausch in Platin-Karten besteht. Leider nicht, so die junge Dame – aber man habe, aufgrund der hohen Verkaufszahlen, 18 ViP-Tickets die gegen die eigentlich gebuchten Tickets getauscht werden können. Dieses seinen nicht nur viel bessere Sitzplätze, sondern beinhalten auch das komplette Catering (Essen und Getränke, sowie freien Zugang zum VIP-Bereich) und das alles ohne Aufpreis!!!! Waaaaahnsinnnnnnnn….. Habe die Karten erst mal genau angeschaut und nach dem Haken gefragt, die Karten hatten das gleiche Scan-Element, wie die normalen Gold-Karten, die im Block 118 gewesen währen. Also, haben wir uns bedankt, wahnsinnig gefreut und uns erst einmal 2 Stunden auf`s Ohr gelegt. Wollten ja schließlich ab Mittag fit sein für den großen Abend…

Nach den ersten gesammelten Eindrücken von Prag und Besuchen in mehreren tollen Geschäften (wie Frauen halt so sind), ging es mit dem Bus raus zur Synot Tip Arena – dem Fußball-Stadion des Tschechischen 1. Ligisten Slavia Prag (ein Schmuck-Kästchen). Mittlerweile hat die Uhr 17.30 geschlagen und das Thermometer 30 Grad erreicht. Im Bus gefühlte 60 Grad (viel kühler war es auch sicher nicht, denn wir wurden gestapelt!) Vor dem Stadion natürlich schon eine Menge los, auch hier wurden Karten gesucht, das gleiche Bild wie bei uns in Deutschland. Nur die ganzen Fressbuden, Eis- und Bierstände fehlten. Es gab da nur den großen Mc Donald`s, vor dem die Leute in 30 Meter Schlangen standen. Gut das wir die VIP-Tickets haben!!! Beim normalen Eingang hat man uns leider nicht eingelassen, wir müssen zum VIP-Eingang, alles sehr gediegen und vom Feinsten. Sofort wurden wir richtig hofiert und geleitet, sehr hübsche Damen und Herren in Abendkleidung geleiteten uns zur VIP-Lounge einen Stock höher, empfangen wurden wir mit Champus in dem eine Endbeere schwamm und tollen Häppchen!

Nach der ersten Orientierung haben wir uns dann über das tolle Essen (überwiegend Böhmische, sehr leckere, Spezialitäten) hergemacht… Eine tolle Atmosphäre machte sich breit, bei strahlendem Sonnenschein füllte sich das Stadion und mit gekühlten Getränken haben wir uns dann auf unsere Plätze – Reihe 3 / Platz 13 + 14 begeben. (Graue, äußerst bequeme Ledersessel – ähnlich wie auf Linen-Langstreckenflügen). Es gab nur diese 3 Reihen a 20 Plätze, von denen dann bei Konzert-Beginn um 19.16 Uhr etwa 10 Plätze leer blieben.

Der Auftakt mit der Akustik-Version (nur Bruce und Gitarre) von Ghost of Tom Joad war schon was besonders, danach ging einfach nur noch die Post ab!!!! Leider brauchte das Tschechische Publikum etwas länger um auf Touren zu kommen, das war in Köln und auch vor 2 ¾ Jahren in New York ganz anders (besonders in New York, da haben uns die Amerikaner deutlich was voraus!!!) Nach anfänglichen leichten Problemen bei der linken Viedeo-Wand und einigen übersteuerten Tönen, war es einfach nur noch ein Traum!!!!! Die Jungs und Mädels waren in Top-Form und Bruce, bei ihm fraget man sich wirklich wir er das macht, er wird einfach immer besser und mit jeder Minute des Konzerts steigerte sich das auch noch, immer lockerer und ein Dauergrinsen, ständig auf irgendwelche Plakate eingehend – nicht nur für Musik-Wünsche! Ein Mädel hatte auf dem Plakat „Do you met my mother in 1990?“ stehen – der Boss hielt es holt und gestikulierte – you mean you and I and so – NOOOOOOOO!!!! Es gab so viele schöne kleine Geschichten – man kann leider nicht auf alle eingehen, aber wir sollten Bruce mal fragen, was er so in seinem blauen Zaubertrank hat, den so in Form zu sein – und er ist ja nun mal keine 30 mehr – ist einfach beneidenswert!!! Die ganze Band hat wieder Höchstleistung gebracht und nach dem Bruce diesmal von Steven van Zandt mit etwas viel mehr Wasser und dem Schwamm bedacht worden ist, sprang er auf Roy`s weißes Piano und hat sich erst einmal seines Hemdes entledigt (brauchte Hilfe von Roy, war alles patschnass) dann ging’s weiter. Gegen 22.30 Uhr meinte er dann „ it’s to early to go to bed now, let rock all the night”, und weiter gings mit Twist and Shout war dann um 22.44 Uhr Schluß, leider!!!!! Eine Höchstleistung von allen, auch little Big Man, Jake Clemons zeigt tolle Leistungen und wird immer sicherer. Eine Traum-Konzert-Nacht geht mit nochmaligem Speisen – so ein Konzert ist schließlich auch für uns Zuschauer anstrengend – zu Ende. Das tolle Wetter hatte sich gehalten und so geht es im jetzt nicht mehr ganz zu vollen Bus zum Hotel zurück. Auch um 1.00 Uhr und wenig Schlaf in der vorherigen Nacht ist an Schlafen noch nicht zu denken, das Adrenalin ist halt immer noch da.

Nach einem weiter sehr schönen Tag in Prag und super vielen neuen Eindrücken, neuen Bekanntschaften und einigen Einkäufen hebt dann der Flieger pünktlich um 20.15 h wieder in Prag ab (wieder mit vielen Schlipsträgern und uns) und ist eine Stunde später in Düsseldorf – noch ne gute Stunde und wieder zu Hause – lohnt sich einfach immer wieder so eine Konzert auch mal im Ausland anzusehen!!! Kann ich nur jedem empfehlen. Jetzt warten wir noch auf weitere Termine in den USA – hoffentlich klappt auch das noch!!!!

3 Kommentare

  1. Bin mit dem Auto hingefahren und hatte ein Front-of-Stage-Ticket.

    Keine Ahnung, wie das auf den Tribünen aussah, aber vorn waren Tschechen eindeutig in der Unterzahl. Deutsche, Holländer, Amerikaner, Engländer und ein Türke aus Istanbul machten unser Umfeld aus.

    Auf den Rängen klafften auch einige Lücken. Die Stimmung war Dank der hervorragenden Setlist aber trotzdem sehr gut.

    Höhepunkte für alle waren die Momente, in denen Bruce wirklich zum Greifen nah an den Bühenrand kam.

    Das Taxi zurück zum Hotel teilte ich mir mit einer älteren Lady aus San Francisco, die sich einen Euro-Trip inklusive etlicher Bruce-Konzerte geschenkt hat. Ihr rechtes Handgelenk säumten bereits fünf Front-of-Stage-Bänder.

    Hätte ich drei Wünsche frei, wäre einer, dass Bruce erst 32 wäre und wir noch Dutzende solcher Touren erleben könnten.

  2. Sehe gerade ‚Serpico‘ (1973) mit Al Pacino.

    Jede Wette, dass Bruce den damals auch sah und ziemlich gut fand.

    Wenn man sich Pacino so ansieht und mit Bart-Bruce der frühen 70er vergleicht …😉

  3. […] Europa Tournee war ein voller Erfolg (Die Nachlese zu Prag 2012 von Petra Becker). Es gab auch erste Gerüchte über eine Tourverlängerung 2013 (Die Tour wird 2013 fortgesetzt […]


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